| ab St |
Abkürzung für ab Station. Der Käufer trägt die Frachtkosten ab dem vereinbarten Ort. Hierzu zählen z.B. ab Hof-Geschäfte der Landwirtschaft. |
| ARAG |
Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen, Gent |
| Baissier |
Als Baissier oder Bear bezeichnet man den Spekulanten, der glaubt, daß die Preise zu hoch sind und ein Preissturz folgen wird. |
| Basis |
Punkte- bzw. Preis-Differenz über und unter einer bestimmten Terminnotierung, zu welcher eine Loko-Ware zum Kassa-Preis verkauft oder notiert wird. Kassapreis - Futureskurs = Basis. Normalerweise ist die Basis negativ, der Futures-Kurs liegt also über dem Kassakurs. Die individuelle "Basis" ist für den Hedger von größter Bedeutung. Sie resultiert letztlich aus den abweichenden Paritäten und zeitlichen Vorgaben (Umschlag- und Transportkosten zu den jeweiligen Lieferorten), aus der Summe der Haltekosten (z.B.: Lagerkosten, Schwund, Versicherungsprämien, entgangener Zins bis zum nächstmöglichen Liefertermin), dem "Händlerlohn" und dem aktuellen Angebot und der Nachfrage. |
| bez |
Abkürzung für Bezahltkurs. Gemeint ist der Preis eines tatsächlichen Geschäftes. |
| bfn |
brutto für netto. Der Preis richtet sich nicht nach dem Nettogewicht, sondern nach dem Bruttogewicht. Verpackung wird nicht in Abzug gebracht. |
| Brief (B) |
Bei einem Briefkurs liegt zwar ein Verkaufsangebot, jedoch keine Nachfrage vor. |
| Cash Settlement |
Barausgleich. Anstelle der Lieferung der eigentlichen Ware aus einem Terminkontrakt an einer Warenterminbörse wird der entsprechende Geldwert bei Fälligkeit eingefordert/überwiesen. |
| cfr |
(engl.: Cost and Freight - Kosten und Fracht). Bei Vereinbarung dieser Handelsbedingung muß der Verkäufer alle notwendigen Kosten und die Fracht für den Transport von seinem Grundstück bis zum vereinbarten Bestimmungshafen tragen. Er muß auch die Ausfuhrgenehmigung sowie sonstige amtliche Bescheinigungen beschaffen, die für die Ausfuhr notwendig sind. Sollte der Käufer ein Ursprungszeugnis verlangen, wird ihm dieses jedoch in Rechnung gestellt. Das Risiko des Unterganges des Schiffes, das der Beschädigung der Waren und das weiterer Kosten, die nach Verladung an Bord entstehen, geht allerdings auf den Käufer über. |
| Chart |
Eine Zeichnung, die sämtliche Bewegungen einer Ware für einen bestimmten Zeitraum ähnlich einer Fieberkurve wiederspiegelt. |
| cif |
engl. Abkürzung: cost, insurance, freight (Kosten, Versicherung, Fracht). Die Ware wird frei Bestimmungshafen angeboten, d.h. incl. Versicherung und Fracht (z.B. Weizen cif Hamburg ? Euro: d.h.Weizen kostet ? Euro/t frei Hamburg). |
| EFP-Kontrakte |
EFP steht für "Exchange für Physicals". Austausch von Futures (Warenterminkontrakten) im Zusammenhang mit physischen Kontrakten, d.h. Kontrakten bei denen Ware auch physikalisch gehandelt wird. Bei diesen der Preisabsicherung dienenden Börsentransaktionen kann der Preis auch außerhalb des Börsensystems abgesprochen werden. In der Regel liegen Prämiengeschäfte zugrunde, bei denen der Preis am physischen Markt über die Börsennotierung für den Liefermonat abgeleitet wird. Die Abschlüsse am physischen Markt werden durch Futurekäufe gedeckt, die später aufgelöst werden. Jeder Marktteilnehmer muß seine individuelle Basis ermitteln, das ist die Differenz zwischen Kassapreis und dem Preis eines Futurekontraktes. Einflüsse auf die Basis sind zeitliche Faktoren wie Lagerkosten und Zinsen sowie regionale Faktoren wie Frachten und nicht zuletzt Angebot und Nachfrage. |
| faq |
englische Abkürzung für: fair average quality. Handelsklausel für Ware mittlerer Art und Güte. |
| fas |
englische Abkürzung: free alongside ship (frei bis an die Seite des Schiffs). der Verkäufer hat die Ware auf seine Kosten und Gefahren längsseits des vom Käufer benannten Schiffs zu liefern. |
| fca |
engl. Abkürzung für Free Carrier = Frei Frachtführer. Der Verkäufer hat dann seine Verpflichtung erfüllt, wenn er die verkaufte Ware zum Export frei gemacht hat und an dem im Kaufvertrag vereinbarten Ort einem, vom Käufer benannten Frachtführer übergeben hat. Hierbei gilt als Frachtführer, wer sich durch einen Beförderungsvertrag verpflichtet, die Beförderung über Schiene, Straße, Luft, See oder Binnengewasser sowie einer möglichen Kombination dieser Transportarten durchzuführen oder durchführen zu lassen. |
| ffr |
Abkürzung für frachtfrei. Der Verkäufer trägt die Kosten der Beförderung (Fracht) bis zum Bestimmungsort. Der Käufer trägt die Transportgefahr. |
| fob |
englische Abkürzung: free on board (frei an Bord). Der Verkäufer muß die Ware frei an Bord des Schiffes im Hafen liefern. |
| fr.F |
Abkürzung für frei Fuhre. Der Verkäufer muß die Ware kostenfrei in den LKW liefern. |
| franco |
italienisch (frei). Der Verkäufer liefert die Ware ohne Berechnung von Frachtkosten und Transportversicherungskosten bis zu einer bestimmten Bahnstation oder einem Fluß- bzw. Seehafen. |
| Future |
Ausdruck für Terminkontrakte. Futures werden an Warenterminbörsen gehandelt, denen Waren (commodities) zugrunde liegen. |
| Geld (G) |
Bei Kontraktkursnotierung bedeutet "Geld" (G), daß bei diesem Kurs zwar Kaufnachfrage, jedoch kein Angebot vorlag. |
| Hedge |
Gegengeschäft am Terminmarkt zur Absicherung einer künftigen Transaktion am Kassa-Markt. In seiner einfachsten Form handelt es sich um den Verkauf von Terminverträgen gegen den Kauf von Loko-Ware oder umgekehrt. Es ist ein Mittel, bei welchem man Gegen-Engagements verwendet, um die Wirkung einer ungünstigen Preisentwicklung auf Lagerbestände oder andere frühere Engagements auszuschalten oder abzudämpfen. |
| Incoterms |
Abkürzung fuer "International Commercial Terms". Darunter versteht man internationale Handelsklauseln, die der Vereinheitlichung des internationalen Handels dienen. Sie wurden erstmals 1936 von der Internationalen Handelskammer in Paris veröffentlicht wurden. Überarbeitet und jeweils den aktuellen Handelsbräuchen angepaßt wurden sie in den Jahren 1953, 1967, 1980 und zuletzt 1990. In den einzelnen Ländern herrschen z.B. oftmals unterschiedliche, meist traditionell entstandene Rechtsauffassungen. Zweck der Incoterms ist es daher, den Handelspartnern, die daran interessiert sind, ihre Verträge möglichst reibungslos abzuwickeln, einheitliche, international anerkannte Regeln zur Verfügung zu stellen und keinen der Partner zu benachteiligen. |
| Jan/März |
Der Käufer muß innerhalb der Zeitspanne Jan bis März Ware aufnehmen. |
| Jan-März |
Der Käufer muß in den Monaten Januar, Februar und März Ware aufnehmen. |
| Kassa-Ware |
Ware, die in der Regel am Kassa-Markt zur sofortigen Lieferung bereitsteht. Heute gebraucht man diesen Begriff auch für Ware, die auf "Ankunft" gekauft oder verkauft wird. |
| loco |
lateinisch (am Ort). Kauf einer Ware, die sofort greifbar ist. loco-Geschäft: einfachste Form ist der Ab-Hof-Verkauf (loco-Hof-Verkauf). |
| Margin / Initial margin |
Ersteinschuss, als Sicherheitsleistung; wenn ein Kunde eine Future-Position an einer Terminbörse eingeht, wird von ihm ein Ersteinschuss in bestimmter Höhe verlangt, um die spätere Erfüllung seiner Obligationen zu garantieren. |
| Margin call |
Bedeutung: Nachschuß-Aufforderung. Eine Nachschuß-Aufforderung erfolgt, wenn die aktuelle (tägliche) Kursbewegung für den Kunden ungünstig verlaufen ist und die zunächst geforderte Sicherheitsleistung den ergänzend festgelegten Mindesteinschuß (Maintainance margin) unterschritten hat (Häufig werden um 75% des zunächst verlangten Ersteinschusses als Mindesteinschuss gefordert.) und die zwingend erforderliche Sicherheitsleistung wieder aufgefüllt werden muß, um die Position (den speziellen Kontrakt) im Terminmarkt auch weiter halten zu können. Wenn der Margin call nicht geleistet wird, wird der Kontrakt von der Börse liquidiert!. |
| ppt |
Abkürzung für prompt. Die Lieferung hat umgehend, d.h. innerhalb von sieben Tagen nach Geschäftsabschluß, zu erfolgen. |
| sof |
Abkürzung für sofort. Die Ware muß innerhalb von drei Geschäftstagen nach Vertragsabschluß geliefert werden. |
| Termingeschäft |
Geschäft über den Kauf bzw. Verkauf eines Gutes zu einem fest vereinbarten Preis, der erst zu einem späteren Zeitpunkt erfüllt wird. Erst bei der Erfüllung des Geschäftes kommt es zu einem Barausgleich oder zu einer effektiven Lieferung. |
| Ust |
Abürzung für Umsatzsteuer. Alle Preise in www.agrarberatung-hessen.de sind Nettopreise. Um den Bruttopreis zu berechnen, muß die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) zum Nettopreis hinzugerechnet werden. Im einzelnen gelten folgende Werte:
Im einzelnen gelten ab dem 01.01.2007 folgende Werte (Ust.-Sätze, die bis zum 31.12.2006 gegolten haben):
Einkauf vom Handel: 7 % ( 7 %) bei Saatgut, Futtermitteln und landwirtschaftlichen Erzeugnissen ... 19 % (16 %) bei Dünger, Pflanzenschutz, Mineralstoffen, Heizöl, Diesel ...
Verkauf durch Landwirte: 10,7 % ( 9 %) für pauschalierende Betriebe 7,0 % ( 7 %) für optierende Betriebe
Verkauf durch pauschalierende forstwirtschaftliche Betriebe: 5,5 % (vorher 5,0 %) für Stammholz, Brennholz |
| wggfr |
Abkürzung für waggonfrei. Der Verkäufer muß die Ware kostenfrei in den Waggon liefern. |